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Kleines Druckdaten Einmaleins

Warum PDF ?

Die beiden wesentlichen Gründe für den Einsatz von PDF als Dateiformat für den Druck sind die Möglichkeit Schriften einbetten und Seiten immer gleichartig darstellen zu können (Seitenkonkordanz).
Da PDF-Dateien unterschiedlichste Grafikformate enthalten dürfen, können auf relativ einfachem Weg Daten erzeugt werden die auflösungsunabhängig und damit in sehr hochwertiger Form gedruckt werden können.
Darüber hinaus bieten PDF-Daten im Druck Möglichkeiten Seitengrößenanpassungen und Seitenmontagen vornehmen zu können. Zusätzlich können für den Druck wichtige Charakterisierungsdaten eingebettet werden (bspw. ICC-Profile für die farbliche Referenzierung).


Warum Office keine gute Wahl ist

Office Dokumente speichern keine Schrifteinformation. Wird eine Schrift verwendet, die auf einem anderen Computer nicht installiert ist, oder von einem anderen Hersteller stammt, können diese gar nicht oder nur stark verändert ausgegeben werden.
Hinzu kommt, dass alle Officedokumente den Seitenumbruch in Abhängigkeit des angeschlossenen bzw. ausgewählten Druckers vornehmen. Dies bedeutet in der Praxis, dass der Seitenumbruch idR. vollständig umgeworfen wird und das Dokument, auf, unterschiedlichen Druckern gedruckt, komplett anders aussieht.
Darüber hinaus kennen die allermeisten Officeprogramme nur das RGB-Farbmodell, was für den Druck nur sehr eingeschränkt tauglich ist und teilweise zu erheblichen Farbverschiebungen führt.
Ein weiterer Aspekt ist, dass bestimmte Grafikformate durch die Programme selbst gewandelt werden und dabei die unterschiedlichsten Effekte auftreten (Flächen werden zu Mustern mit tausenden Linien, Farben werden nicht korrekt überdruckt, Transparenzen gehen verloren etc. etc.)
Diese Nachteile machen ein Drucken von Officedokumenten im täglichen Einsatz fast unmöglich.
Wir im Druckzentrum wandeln deshalb gegen entsprechende Kostenerstattung ihre Dokumente ins PDF-Format und Sie können diese dann prüfen und ggf. freigeben.
Wie Sie am besten Officedaten in PDF-Daten wandeln erfahren Sie hier http-link


Wie hoch sollte die Bildauflösung sein ?

Wir empfehlen eine Auflösung von 300 dpi in dem Format, in dem das Dokument gedruckt werden soll - also bspw DIN A4 Vorlage mit einem Bild in 300 dpi Auflösung. Eine solche DIN A4 Vorlage ist aber nicht geeignet, um Sie bspw. in DIN A0 auszugeben da die Datenmenge nur noch ca. 19 dpi betragen würde. Die Auflösung (in dpi angegeben) verringert sich um den Vergrößerungsfaktor.
Die Minimalauflösung für eine einigermaßen gute Qualität beträgt 150 dpi, alles darunter fällt auf, weil es "pixelig" gedruckt wird.
Gegen einen entsprechenden Kostenbeitrag können wir Ihnen ihre Bilder interpolieren - aber vorsichtig, dies ist kein alchemistisches Verfahren - die Drucksachen werden damit nicht zu Gold.


Was bedeutet CMYK und warum sind RGB Daten problematisch

Beim Fardruck werden die Farben mittels Rasterung aus den drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb (Yellow) = CMY zusammengesetzt. Leider ergibt sich dabei kein dunkles Schwarz (Key), weshalb dies als zusätzliche vierte Druckfarbe ergänzt wird = CMYK.
Zusätzlich unterscheiden sich die Farbmodelle. Kurz gesagt liegt RGB ein additives und CMYK ein subtraktives Farbmodell zu Grunde. Bei RGB-Geräten (Monitore) werden die drei Farben mittels einer Leutmittelquelle addiert, während beim Drucken aus dem Umgebungslicht durch Farbauftrag Lichtanteile gefiltert werden. Letzteres schränkt die möglichen darstellbaren Farben beim Vierfarbdruck im Vergleich zur RGB-Darstellung deutlich ein.
Wenn Sie also sicher sein wollen, dass Ihre Farben am Monitor im Druck auch nur annähernd gedruckt werden, sollten Sie ein Programm wählen, welches mit CMYK-Farben arbeiten kann.


Warum sehen die Daten auf meinem Monitor anders aus als beim Druck ?

Wie schon beschrieben liegt dies zunächst einmal an den unterschiedlichen Farbmodi bei der Darstellung am Monitor und beim Drucken.
Allerdings ergibt sich ein weiteres Problem: Nicht kallibrierbare Monitore und unterschiedliche Umgebungslichtverhältnisse lassen schon die Farben auf unterschiedlichen Monitoren stark schwanken. "Normale" LCD/TFT-Monitore sind in der Darstellung von Farben schon derart eingeschränkt, dass sie sich für Farbabgleiche (oder auch Retouchearbeiten) nicht eignen. Gute, hardwarekallibrierbare Monitore können idR. den Adobe-RGB Farbraum nach der Kalibrierung korrekt darstellen. Dies ist aber mit erheblichen Kosten und entsprechendem Aufwand verbunden.
Einige Programme (bspw. Acrobat Professional ab Version 6) können mittels Farbmanagement die Farben im Druck simulieren. Allerdings nur auf guten Monitoren und nur mit den richtigen Einstellungen.
Interessierte finden dazu im Internet oder dem gut sortierten Buchhändler entsprechende Grundlagenliteratur. Den so Vorgebildeten helfen wir ggf. gerne bei weiteren Fragen. Allen anderen empfehlen wir sich der Probleme bewusst zu werden und ggf. gegen entsprechende Kostenerstattung ein Probedruck zu machen (geht nur bei im Druckzentrum selbst gedruckten Daten und nicht bei externen Aufträgen). Allerdings gibt es hier klare Einschränkungen: Ein Auflagendruck (Offsetdruck bei einem der Partner des Druckzentrums ) in dem von uns angebotenen Preissegment unterliegt fast immer Farbschwankungen. Das bedeutet, dass ein Nachdruck häufig andersfarbig wird.
Die Kosten, die ein technisch farbverbindiches Drucken erzeugen liegen beim drei bis fünffachen unser Standarddruckpreise, da Referenzdrucke im Druckzentrum (Proofs) und aufwendige Kalliebrierungen in der Druckerei gemacht werden müssten.


Kann man RGB-Daten gar nicht drucken ?

Mittlerweile drucken sehr hochwertige Tintenstrahldrucker mit 8-12 Farben und erreichen dadurch einen beachtlichen Farbumfang, welcher vielen RGB-Bildern schon sehr nahe kommt. Das Druckzentrum verfügt über einen solchen Drucker der bis zu 1m breit drucken kann. Die Kosten sind jedoch deutlich höher als für "normale" Drucke auf Toner- oder Offsetfarbbasis.
Sinvoll ist dies also nur bei wirklich hochwertigen Bildmotiven von bspw. RAW-Kameradaten.
Auch unsere tonerbasierten Systeme unterstützen RGB-Daten und erreichen einen größeren Farbumfang als bei CMYK-Daten. Die Ergebnisse können aber auch böse überraschungen bergen, weshalb wir Ihnen empfehlen CMYK Daten zu erzeugen, wenn es Ihnen möglich ist.
Für den Offsetdruck ist CMYK immer noch die beste Empfehlung, weshalb wir Ihre Daten entsprechend wandeln, bevor wir sie zum Druck geben.


Gibt es beim schwarz/weiß Druck etwas zu beachten?

Für optimale Ergebnisse sollten Sie alle farbigen Abbildungen in schwarz/weiß umwandeln.
Leider wird in den MS-Office Programmen aus Graustufenbildern häufig wieder RGB, weshalb die Umwandlung erst nach der PDF-Erzeugung stattfinden sollte (z.B. mittels Acrobat Professional).